Natürliche Kältemittel bei neuen Wärmepumpen – Höchstfördersätze aktuell bis zu 70 Prozent
„Während der Verkauf von Gas-Wärmeerzeugern im ersten Quartal 2025 um 48 Prozent zurückging, stieg der Absatz von Wärmepumpenheizungen um 35 Prozent an,“ mit diesen Worten eröffnete der Referent Holger Peter aus Theley seinen Vortrag. Inzwischen haben Wärmepumpen über 40 Prozent Marktanteil am Gesamtmarkt. „Die Wärmewende findet jetzt gerade statt“, verdeutlichte er.
„Eine Wärmepumpe ermöglicht über einen Kältekreis die Nutzung von Umweltenergie, sei es in Form von Außenluft oder von Erdwärme,“ sagte der Dozent. Über einen Verdichter mit elektrischer Antriebsenergie würde die Umweltenergie nutzbar für das heimische Heizsystem gemacht. „Moderne Wärmepumpen erreichen COP-Leistungswerte über 4 - das bedeutet, dass mit einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme erzeugt werden können.
Auf niedrige Vorlauftemperaturen achten
„Eine Verringerung der Vorlauftemperatur im Heizsystem um 10 Grad Celsius bringt schon eine Energiekostenersparnis um 25 Prozent. Oft kann man bei Bestandsanlagen die vorhandenen Heizkörper belassen. Im Bedarfsfall kann man diese ohne große Umbaumaßnahmen durch Niedertemperatur- bzw. Wärmepumpenheizkörper ersetzen.
„Bei einem typischen Einfamilienhaus muss man für den Einbau einer Wärmepumpenanlage mit allen Komponenten sowie der Entfernung der Öl- oder Gasheizung mit rund 35.000 bis 45.000 Euro rechnen. Diese Kosten reduzieren sich jedoch um die Förderungen, die aktuell mindestens 30 Prozent und bis zu maximal 70 Prozent betragen können,“ informierte Peter. Es gebe zudem besondere Wärmepumpen-Stromtarife, die üblicherweise günstiger sind als der normale Haushaltstarif.
Verwendung natürlicher Kältemittel
In den letzten Jahren wurde vor allem die Baugröße von Wärmepumpen Ziel von Neuerungen. Aktuell würden alle neuen Generationen mit natürlichen
Kältemitteln R290 ausgestattet – was für diese Geräte auch den Effizienz-Bonus bei den Förderbedingungen ermögliche. „Bezüglich der Förderbedingungen ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine Umrüstung – höhere Fördersätze sind zukünftig nicht mehr zu erwarten“, mit diesem Fazit beendete der Referent den sehr gut besuchten Vortrag.
Der Vortrag „Neue Trends bei Wärmepumpen“ war die 26. Veranstaltung in der Reihe „Gläserne Baustelle Bahnhof Püttlingen – auf dem Weg zum 1. klimaneutralen Industriedenkmal im Saarland“. Er fand in Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Energieforschungsinstitut IZES gGmbH und der Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken statt.