• Bahnhof Püttlingen
    Zentrum für Kultur, Kunst, Bildung und Tourismus.
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Bund fördert Neustart der Kultur am Bahnhof Püttlingen


Das Kulturforum Köllertal hat mit den Planungen für die Open Air-Konzerte des Sommerfahrplans 2021 begonnen. Der Verein hält größere Konzerte wieder für möglich.

"Wir wollen im kommenden Sommer wieder hochkarätige Livemusik am Bahnhof Püttlingen anbieten," kündigte Clemens Sebastian, der Vorsitzende des Kulturforums Köllertal e. V. an. Durch die Förderzusagen des Bundes habe der Verein die notwendige Planungssicherheit erhalten.

Der Bund fördere aus dem Programm Neustart Kultur den nächsten Sommerfahrplan am Bahnhof Püttlingen mit einem Betrag von 49.500 Euro. Hinzu komme eine Förderung aus dem Neustart Sofortprogramm für Corona-bedingte Investitionen von 26.600 Euro.

Mit diesen Programmen wolle der Bund, so Sebastian, die Musikinfrastruktur in Deutschland erhalten und stärken. Die von den Corona-Schließungen hart betroffenen Kultureinrichtungen sollten wirkungsvoll dabei unterstützt werden, intelligente Öffnungsszenarien zu entwickeln.

Kulturelles Leben wieder normalisieren

Die Gäste kamen zum Sommerfahrplan 2020 mit Maske

"Für die Beantragung der Fördermittel war es von großem Vorteil, dass unser Verein bereits im Sommer 2020 die Konzertreihe unter Corona-Bedingungen durchgeführt hat", erläuterte Margrit Heuser, die stellvertretende Vereinsvorsitzende. Das Kulturforum Köllertal habe deshalb auf der Basis dieser Erfahrungswerte ein überzeugendes Konzept in Berlin vorlegen können.

Es sei natürlich auch hilfreich gewesen, dass der Bahnhof Püttlingen im vorigen Jahr für die hervorragende Qualität seines Livemusik-Programms den deutschen Spielstättenpreis Applaus erhalten hatte.

"Mit unseren Anti-Corona-Konzerten möchten wir dazu beitragen, dass sich das kulturelle Leben wieder schrittweise normalisiert," sagte Margrit Heuser. Der Verein nutze den Lockdown, um mit der Planung für die Open Air-Konzerte auf dem Bahnsteiggelände des historischen Püttlinger Bahnhofs zu beginnen.

"Wir sind in unserer Planung auf verschiedene Szenarien für den Sommer 2021 eingestellt," teilte Clemens Sebastian mit. Durch die neuen Impfstoffe werde es wahrscheinlicher, dass im kommenden Sommer Konzerte mit geringeren Einschränkungen als in diesem Jahr stattfinden können.

Livemusikstätten brauchen Unterstützung

In seinen Förderrichtlinien geht der Bund davon aus, dass für Kultur- und Kreativbetriebe die behördlich angeordneten Schließungen von Veranstaltungsorten auf unbestimmte Zeit existenzbedrohend sind. Deshalb könne während und auch nach Ende der weltweiten Pandemie nicht davon ausgegangen werden, dass der Livemusikbetrieb sofort wieder auf dem Stand vor Ausbruch des Virus sei.

Bosstime bei der Eröffnung der Anti-Corona-Reihe 2020

Deshalb will der Bund Livemusik-Spielstätten bei der Planung und Durchführung der Wiederaufnahme des Konzertprogramms finanziell unterstützen. Das Förderprogramm umfasst die Planungsphase noch während der verordneten Schließzeit ebenso wie die Durchführung nach Aufhebung des Veranstaltungsverbots.

Auch Corona-Investitionen werden gefördert

"Auch das Fördergeld für Corona-bedingte Investitionen ist eine wichtige Hilfe. Wir können vor allem einen über 100 Meter langen Zaun bauen, um die Zahl der Besucher*innen besser zu steuern", sagte Sebastian. Die Bauarbeiten hätten bereits begonnen.

Publikumsliebling Thomas Blug beim Finale 2020

"Mit dem Zuschuss kann unser Verein auch seine IT-Infrastruktur verbessern. Die digitale Zusammenarbeit nimmt deutlich zu", sagte Sebastian. Zudem werde die Beschaffung von Reinigungs- und Infektionsschutzausstattung ermöglicht.

Die Förderprogramme werden im Auftrag des Bundes von der Initiative Musik e. V. in Berlin und dem Bundesverband Soziokultur e. V. in Berlin durchgeführt.