• Bahnhof Püttlingen
    Zentrum für Kultur, Kunst, Bildung und Tourismus.
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Der Prospekt zum neuen Sommerfahrplan erscheint Anfang Juni

Radfahren ist gut für den Klimaschutz


Aufwärtsspirale für das Radfahren im Saarland notwendig

Im Online-Vortrag des Kulturforums Köllertal e.V. sprachen sich die Referenten Thomas Fläschner und Joachim Hase vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) für einen verstärkten Ausbau des Radverkehrs im Saarland aus.

„Radfahren ist gesund, geräuschlos und verbraucht keine Ressourcen", betonte Thomas Fläschner. Allerdings liege der Anteil des Radverkehrs im Saarland nur bei 2 bis 3 Prozent und damit bundesweit an letzter Stelle. Ursache seien auch die geografischen Gegebenheiten des Landes.

Leitbilder für Fahrradkultur

„Wir brauchen eine Aufwärtsspirale für das Radfahren in unserem Bundesland," betonte Fläschner. Hierzu seien auch positive Leitbilder für eine Fahrradkultur notwendig. So nutze im Fahrradland Holland auch die Königin das Rad schon seit langem.

„Die meisten Saarländer interessieren sich für das Radfahren, sind aber noch unsicher wegen der schlechten Bedingungen", sagte der Dozent. Um eine Steigerung zu erreichen, müsse die Rad-Infrastruktur ausgebaut und die Lücken im Radwegenetz geschlossen werden.

Auch der Service für den Radfahrer müsse ähnlich wie bei Tankstellen für Autofahrer durch Fahrradgeschäfte oder beispielsweise sogenannte Schlauchomaten gesichert werden. Durch gezielte Informationen - etwa die Vorstellung von besonders schönen Radwegen oder eines neuen Fahrradmodells in den Medien - könne gezielt motiviert werden.

Anhand von Beispielen stellte der Dozent auch die Vor- und Nachteile von getrennten und gemeinsamen Wegen für Fußgänger und Radfahrer heraus. Bei gemeinsamen Radwegen käme es dabei häufiger zu Interessenkonflikten.

Fahrrad der Zukunft ist voll vernetzt

Im zweiten Teil des Vortrages ging Joachim Hase auf die geschichtliche Entwicklung des Fahrrades ein. Die meisten Räder seien heute aus Aluminium gefertigt. Der Trend gehe in Richtung Digitalisierung bis hin zum vollvernetzten Bike der Zukunft.

Die größte Gruppe der verkauften Fahrräder seien mittlerweile mit 43 Prozent sogenannte Pedelecs oder E-Bikes, die mit einem Lithium-Ionen-Akku betrieben werden.

„Die Verwendung von E-Bikes macht dann klimamäßig Sinn, wenn dafür Autofahrten weggelassen werden", sagte Hase. Bei der Entsorgung verbrauchter Akkus riet er zur Rückgabe beim Händler, bei dem das Rad gekauft wurde.

Einheitlicher Ladestecker für E-Bikes

Die Online-Veranstaltung wurde von Dr. Bodo Groß vom Saarbrücker Energieforschungsinstitut IZES gGmbH moderiert. Die Teilnehmer*innen konnten ihre Fragen und Anmerkungen über die Chatfunktion einbringen.

So wurde etwa gefragt, warum es keine einheitlichen Ladestecker für E-Bikes gebe. „Dies liegt leider wie bei den Ladekabeln für Handys wohl im Verkaufsinteresse der Firmen begründet", antwortete Joachim Hase.

Der Vortrag „Radfahren als Beitrag zum Klimaschutz" war der 13. Vortrag in der Reihe „Gläserne Baustelle Bahnhof Püttlingen – auf dem Weg zum 1. klimaneutralen Industriedenkmal im Saarland". Mitveranstalter sind das IZES und die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken.