Mystische Eindrücke im „Goldenen Land“

Püttlinger Reisegruppe über Ostern in Myanmar

Fast zwei Wochen war eine Püttlinger Reisegruppe unter der Leitung von Erich Keller im „Goldenen Land“ Burma unterwegs. Das Land, das sich politisch nur allmählich öffnet, war lange Zeit nur schwer erreichbar. Bevor der große Tourismusboom ausbricht, besuchten 24 Saarländer über Ostern Myanmar im Rahmen der Studienreisen des Bahnhofs Püttlingen und der VHS.

Schon in der Metropole Yangon, dem früheren Rangun, bestaunten die Reisenden zwei wunderschöne Bauwerke, darunter die über 100 Meter hohe Schwedagon-Pagode. Am Tag vor dem Vollmond wurden dort festlich gekleidete Jungen ins Mönchsleben eingeführt. Auf der nächsten Station Mandalay wurde dann das Vollmondfest in Mahamuni gefeiert. Dort verzierten tausende burmesische Pilger die Buddha-Statue mit unzähligen Goldplättchen.

Vom Leben buddhistischer Mönche

Das Leben der 500.000 Mönche konnte die Gruppe in einem Männer- und einem Frauenkloster erleben. Die extrem bescheiden lebenden Nonnen wünschten den Saarländern in einem Lied eine gute Reise und ein langes Leben. Man bedankte sich zur großen Überraschung der Gastgeber mit dem Vortrag eines Kanons. Beim Besuch von Klöstern und Dörfern erwies sich die Gruppe als großzügig. So spendete man einem sehr armen Dorf für mehrere Tage Wasser und Strom.

Die Myanmar Reisegruppe 2013 vor der Shwezigon Pagode Der Ananda Tempel aus dem 11. Jahrhundert war einer der Höhepunkte in Burma
Impressionen der Myanmar Reise 2013 - durch Anklicken vergrößern

Zwei Tage lebten die Reise-Teilnehmer in einem Pfahlbau-Hotel unter 70.000 Burmesen im Inle-See. Das gesamte wirtschaftliche und soziale Leben spielt sich auf dem Binnengewässer ab. Berühmt sind die Fischer des Sees, die mit den Beinen rudern, um die Hände frei zu haben.

Mit Pferdekutschen durch Bagan

Unbestrittener Höhepunkt der Reise waren die drei Tage in Bagan, dem wohl größten Freilichtmuseum der Welt. Rund 5.000 Pagoden geben der Ebene eine ganz besondere Atmosphäre. Die wichtigsten Plätze wurden auf geruhsame Weise mit Pferdekutschen angefahren. Die Pagode Schwezigon beeindruckte mit ihrer harmonischen Schönheit und dem ganz mit Blattgold überzogenen Stupa (Denkmal). Beim Ananda-Tempel aus dem 11. Jahrhundert ragte über rechteckigen Terrassen eine schlanke Kuppel in den Himmel. Im Abendlicht verschwammen die vielen Pagoden der Ebene zu einem unvergesslichen, fast mystischen Bild.

Im November nach Afrika

Die Reise gehört zu den außergewöhnlichsten Unternehmungen in der langen Tradition der Püttlinger Studienreisen. Daran konnten auch die Strapazen durch Zeitverschiebung und große Hitze nichts ändern. Im November bietet Erich Keller im Rahmen der Studienreisen gewissermaßen als Kontrastprogramm eine Reise nach Namibia an. Unterlagen dazu können im Bahnhof Püttlingen angefordert werden (Tel.: 06898/ 63756 oder per Mail an info@bahnhof-puettlingen.de).



 
 
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